FEUERWEHRWÖRTERBUCH

Hier finden sie die wichtigsten Abkürzungen der Feuerwehr

Das Wörterbuch ist noch in Arbeit und wird von Zeit zu Zeit natürlich ergänzt.

 

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Atemschutz

Das umluftunabhängige Atemschutzgerät ermöglicht es den Einsatzkräften, sich in Bereichen mit zuwenig Sauerstoff oder gefährlichen Gasen/Dämpfen in der Luft zu bewegen. Atemschutzgeräte werden bei verschiedensten Einsatzarten verwendet. Die häufigste Verwendung findet bei Brandeinsätzen statt, da bei Bränden immer giftige Stoffe in der Luft sind und der Sauerstoffgehalt der Luft meistens unter der notwendigen Menge liegt.
Manchmal ist es auch bei technischen Einsätzen notwendig, wenn zum Beispiel mit Gärgasen oder sonstigen Sickergassen zu rechnen ist, Atemschutzgeräte anzulegen.

BAZ - Bezirksalarmzentrale

Ein Raum in unserem Feuerwehrhaus von dem alle 106 Feuerwehren des Bezirks alarmiert werden können. Nach umschalten langt auch der Notruf 122 in der BAZ ein. Faxgerät, PC mit Internetzugang, Funkgeräte, 2 PC mit den jeweiligen Alarmplänen und der Alarmierungseinheit ergänzend unsere BAZ. Die BAZ wird auf Anforderung von der Landeswarnzentrale Tulln besetzt. Dies ist zum Beispiel der Fall wenn größere Ereignisse wie Hochwasser, Unwetter oder größere Brände unseren Bezirk heimsuchen.

Be- und Entlüftungsgerät

Das tragbare Be- und Entlüftungsgerät dient zum Be- und Entlüften von Räumen. Ein Hochleistungsventilator, der von einem explosionsgeschütztem Drehstrommotor angetrieben wird, kann für saugenden sowie blasenden Einsatz genutzt werden.

Drehleiter

Fahrzeug mit einer aufgebauten Leiter mit Korb. In unserem Fall können wir bis auf eine Höhe von 30 Meter auffahren. Auf den orb der Leiter lässt sich ein Wasserwerfer, eine Krankentrage sowie eine Abseilvorrichtung montieren.

Druckbegrenzungsventil

Eine wasserführende Armatur in Förderleitungen, z.B. für Sprinkleranlagen,  versehen mit einer Einrichtung zum Einstellen des Betriebsdrucks. Bei Überdruck öffnet das Druckbegrenzungsventil und lässt überschüssiges Wasser ausströmen.

 Druckbelüfter

Die tragbaren Hochdrucklüfter werden zur schnellen Beseitigung von Brandrauch, Gas und Hitze aus Wohnungen, Kellern, Fluren, Lagerräumen etc. eingesetzt.
Bei der Druckbelüftung wird der Lüfter im Freien in Stellung gebracht und der Frischluftstrom in das Gebäude gedrückt. Der anfängliche leichte Überdruck setzt die Luftmassen im Gebäude in Bewegung, und zwar in Richtung einer vorhandenen oder zu schaffenden Öffnung wie Fenster, Rauchklappe und Ähnlichen. Der dadurch entstehende Luftstrom nimmt Rauch, Hitze und Giftgase durch diese Öffnung mit in die Umgebungsluft.
Dem Gerät kann zur Brandbekämpfung auch ein Schaumerzeuger vorgeschaltet werden.

 Druckschlauch

Schlauch zur Förderung von Löschmitteln, z.B. Wasser oder Wasser mit Löschmittelzusätzen . Druckschläuche lassen sich im ungefüllten Zustand flach falten und rollen.
Man unterscheidet die Typen A-Schlauch (Nennweite 110 mm), B-Schlauch (75 mm), C-52-Schlauch (52 mm), C-42-Schlauch (42 mm) und D-Schlauch (25 mm).

 Federkörner

Gerät zum Zertrümmern von Einscheiben-Sicherheitsglas an Kraftfahrzeugen. Prinzip: Durch eine sich schnell entspannende Feder wird ein Druckimpuls ausgelöst, der über eine Hartmetallspitze auf das Glas übertragen wird und dieses zerstört.

 Greifzug

Der Greifzug dient zum Heben, Ziehen, Spannen und Absenken von Lasten. Er wird durch zwei Mann bedient und funktioniert in jeder Lage und ist sogar unter Wasser einsetzbar.

 Hebekissen

Hebekissen sind  geeignet sind zur Befreiung eingeklemmter Personen sowie zum Bewegen von Lasten. Mit den pneumatisch betriebenen Hebekissen können Arbeitsgänge wie Heben, Drücken, Pressen, Stemmen, Senken und Spalten in allen Schräglagen durchgeführt werden.

 Hydraulischer Rettungssatz

Der Hydraulische Rettungssatz wird bei Einsätzen zur Befreiung von Unfallopfern im Straßen- und Schienenverkehr sowie bei sonstigen Technischen Hilfeleistungen eingesetzt. Hydraulikaggregate, die mit Elektromotor, Akkuzellen oder Verbrennungsmotor betrieben werden, erzeugen einen sehr hohen Druck. Über Hochdruckleitungen werden mit diesem Druck Spreitzer, Schere und Rettungszylinder z. B. zur Befreiung eingeklemmter Personen eingesetzt.

Hydroschild

Das Hydroschild dienst zur Erzeugung eines Wasserwand zum Schutz gegen Funkenflug und Wärmestrahlung für Gegenstände und Personen. Im Schadstoffdienst dient es weiters zum "Niederschlagen" von Dämpfen.

 KatastrophenHilfsDienste - KHD

Die Katastrophenhilfsdienste des NÖ Landesfeuerwehrverbandes (früher: Feuerlösch- und Berge-Bereitschaften) sind mit der Durchführung der erforderlichen Hilfsmaßnahmen bei Katastrophenfällen beauftragt.
Eine Katastrophe kann durch Naturereignisse oder sonstige (z.B.. technische) Ursachen entstehen und ist eine außergewöhnliche Schädigung von Menschen oder Sachen.
Mögliche Aufgaben sind Rettungseinsätze, Großbrände, Hochwasser und Vermurungen, Notversorgung der Bevölkerung, Freimachen von Verkehrswegen, Mitwirkung zur Wiederherstellung von Nachrichtenverbindungen und Energieversorgung u.v.m..
Spezialeinsätze werden im Rahmen des Katastrophen-Hilfsdienstes vom Spreng-, Tauch-, Strahlenschutz-, Versorgungs-, Flugdienst und der Feuerwehrstreife durchgeführt.
Die Katastrophenhilfe umfasst ebenfalls Maßnahmen zur Verhütung und zur Vorbereitung der Abwehr von Katastrophen wie auch die Bekämpfung der Katastrophen selbst.

Kleinlöschgerät

Sammelbegriff für Geräte zum Löschen von Kleinbränden wie beispielsweise Brand eines Müllcontainers sowie zum Löschen von Entstehungsbränden. Zu den Kleinlöschgeräten gehören die Feuerlöscher, Kübelspritze sowie auch Feuerpatsche und Löscheimer.

 Kübelspritze

Ein von Hand tragbares und mit einem von Hand betriebenen Kleinlöschgerät zum Löschen von Kleinbränden.

 Lastfahrzeug

Fahrzeug mit Kran und Ladefläche. De Palettengabel und die Stapelboxen mit diversen Ausrüstungsgegenstände wie Sandsäcke, Pölzmaterial, Ölbindemittel machen dieses Fahrzeug zu einem äußerst funktionellen Einsatzfahrzeug.

LWZ - Landeswarnzentrale

Befindest sich in Tulln in der Landesfeuerwehrschule. Die Zentrale ist im Turnusdienst mit mindestens einem Disponenten ständig besetzt wobei die Besetzung bei steigender Inanspruchnahme durch Einsätze oder Katastrophen nach Bedarf erhöht werden kann. Weiters können zur Entlastung auch die jeweiligen Bezirksalarmzentralen besetzt und die Notrufe umgeleitet werden. Die Hauptaufgaben der Disponenten bestehen aus:

Ziel ist es, jene die Hilfe brauchen mit solchen die Hilfe leisten können, zusammenzuführen

 Ölbindemittel

Ölbinde sind Adsorptionsmittel mit porösen Strukturen, die eine große äußere und innere Oberfläche besitzen. Dadurch entstehen Molekularkräfte, die eine so große Bindekraft für Kohlenwasserstoffe wie Mineralölprodukte erzeugen, dass sie sogar Öl aufnehmen und festhalten können.

 Rettungszylinder

Rettungszylinder sind besonders gestaltete, hydraulisch betätigte Geräte zur Rettung eingeschlossener oder eingeklemmter Personen. Sie dienen vornehmlich zum Hochdrücken von Lenksäulen, Fahrzeugdächern und anderen Hindernissen sowie zum Wegdrücken, Abstützen, Aussteifen usw.

 Saugschlauch

Formstabiler, flexibler Schlauch für die Wasserentnahme aus stehenden oder fließenden Gewässern.

 Schaummittel

Ein flüssiger Zusatz zum Löschmittel. Schaummittel und Wasser gemischt, ergibt  Schaum.

 Man unterscheidet beispielsweise nach ihrer chemischen Zusammensetzung:

Herstellung: Schaummittel wird im Zumischer aus Wasser und Schaummittel gemischt, im Schaumstrahlrohr mit Luft zu Löschschaum verwirbelt. Je nach Verschäumungszahl unterscheidet man Schwer-, Mittel- und Leichtschaum.

 Schere - Hydraulischer Rettungssatz

Hydraulische Schneidgeräte werden zur Rettung eingeklemmter oder eingeschlossener Unfallopfer eingesetzt. Sie dienen vornehmlich zum Durchtrennen von Türpfosten, Türschwellen, Dachholmen usw.

  Schiebleiter, dreiteilig

Eine tragbare Leiter aus Leichtmetall; sie reicht bis etwa zum 3. Obergeschoss und besteht aus drei Leiterteilen; zusammengeschoben hat sie eine Länge von 5,6 m, ausgezogen eine Gesamtlänge von 14,0 m. Der Auszug der Mittelleiter erfolgt durch einen doppelten Seilzug, der Oberleiter durch ein Stahlseil.

 Spreitzer - Hydraulischer Rettungssatz

Spreitzer werden zur Rettung eingeschlossener oder eingeklemmter Unfallopfer eingesetzt. Sie dienen vornehmlich zum Aufspreizen von Türen, Wegspreizen von Karosserieteilen, zum Wegziehen von Lenksäulen, zum Hochdrücken von Fahrzeugdächern usw. Sie werden vor allem dort eingesetzt, wo Funken bildende Geräte wie Trennschleifer oder Brennschneidgeräte nicht einsetzbar sind.

 SRF Schweres Rüstfahrzeug

 Fahrzeug mit einer Besatzung von 3 Mann mit Seilwinde Kran und allem notwenigen Gerät für Technische Einsätze aller Art

 Steckleiter

Eine tragbare Leiter aus Leichtmetall. Sie wird aus maximal vier Teilen zusammengesteckt und lässt sich sowohl als Anstellleiter als auch als Bockleiter verwenden. Sie dient der Feuerwehr als Angriffs- und Rettungsgerät. Man kann mit ihr Steighöhen bis zum 2. Obergeschoss (8 m über Geländeoberfläche) erreichen.

 Stromgenerator

Zum Ausleuchten einer Einsatz- oder Arbeitsstelle sowie zum Betreiben von elektrischen Geräten stehen der Feuerwehr im Fahrzeug fest eingebaute und tragbare Stromerzeuger zur Verfügung.

 TLF- Tanklöschfahrzeug

Fahrzeug mit eingebauten Wassertank, in unserem Fall mit 3000 oder 4000 Liter Wasser. Mit einem 60 Meter langen Schlauch auf einer Haspel im hinteren Teil des Ahrzeuges

 Transportrollen

Die Transportrollen dienen zum Transport von fahrunfähigen und verkehrsbehindernden Fahrzeugen.

TUS Alarm

Dabei handelt es sich um einen Einsatz, welcher durch eine Brandmelderanlage gemeldet wird. Alle Brandmelderanlagen in Vösendorf laufen über Telefonleitungen bei der Bezirksalarmzentrale zusammen, welche dann die Alarmierung vornimmt.
TUS ist die Abkürzung für Tonfrequentes UebertragungsSystem

VORAUS- Fahrzeug

Fahrzeug mit Hydraulischem Rettungssatz und Hochdrucklöschanlage. Dient dazu relativ rasch am Einsatzort bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen zu sein.